Argo - Extended Cut

Original

Argo - Extended Cut

Anbieter

Warner Home Video (2013)

Laufzeit

ca. 129 min.

Bildformat

2,40:1

Audiokanäle

DTS HD Master Audio 5.1 - Englisch
Dolby Digital 5.1 - Deutsch u.a.

Untertitel

Deutsch, Englisch u.a.

Regionalcode

A,B,C

VÖ-Termin

08.03.2013

Inhalt

Während iranische Revolutionäre die US-Botschaft in Teheran stürmen, gelingt sechs Amerikanern die Flucht. Jetzt kann sie nur ein Mann aus dem Feindesland herausholen: Tony Mendez ist ein genialer CIA-Agent, der sich auf unmögliche Fluchtszenarien spezialisiert. Doch sein aktueller Plan ist ebenso tollkühn wie extrem: Tony und die Flüchtlinge tarnen sich als Filmteam und verstecken sich mitten in der iranischen Öffentlichkeit, wo die kleinste Panne tödlich enden kann...

 

Bild  88 %

Abgesehen von einer kurzen Sequenz in der Türkei, in der aufgrund schlechter Lichtverhältnisse und anderen speziellen Bedingungen auf eine Digitalkamera zurückgegriffen wurde, ist “Argo” komplett auf analogem 35mm Film gedreht worden. Dies liegt einer Vorliebe von Ben Affleck zugrunde, dem der Look eines digital aufgenommenen Films partout nicht möchte. "Ich werde auf 35mm Film drehen, bis es keinen mehr gibt" sagt er sinngemäß in einem Interview, und verpasst auch seinem mittlerweile als "Best Picture" bei den Oscars ausgezeichnetem, neuen Film “Argo” einen sehr stilistischen Film-Look. Durchweg ist eine vergleichsweise grobe Filmkörnung zu sehen, die erfreulicherweise nicht übermäßig der Postproduktion beim Blu-ray Mastering zum Opfer gefallen ist. Der Film bietet nämlich ganz klar eine natürliche, aber hohe Detail- und Kantenschärfe. In verschiedenen wenigen Szenen fällt diese etwas schwächer aus, was teilweise aber auch daran liegt, dass einzelne Szenen z.B. im Iran auf 16mm oder sogar 8mm-Film gedreht wurden. Der Großteil des Filmes bietet aber eine sehr solide Bildschärfe und gute Kontrastwerte. Die Farbwiedergabe ist eher zurückhaltend, poppige Farben wird man nicht finden. Die Temperatur gibt sich recht authentisch, wirkt aber insgesamt eher kühl. Die Plastizität leidet häufig ein wenig beim natürlichen Eindruck eines Filmes, der auf 35mm analog produziert wurde. Das ist auch hier der Fall, dafür kommt beim Zuschauer ein enorm authentisches Feeling auf. Der Look passt wie die Faust aufs Auge, der optische Eindruck nimmt das Thema quasi direkt auf und der Zuschauer empfindet die Präsentation glaubwürdig und authentisch.

 

Ton  85 %

Bei “Argo” handelt es sich um einen stark dialoglastigen Film, bei dem die Frontkanäle stets die hauptsächliche Last tragen. Dies geschieht aber beispielhaft, die Sprachverständlichkeit ist stets hoch, charakteristisch und klar. Sollte einmal etwas mehr Surroundaktivität gefordert sein, greifen die übrigen Kanäle mit ein. So zum Beispiel in der Anfangssequenz, als iranische Demonstranten die Botschaft stürmen. Hier wird eine geschlossene und dichte Atmosphäre mit einzelnen, direktionalen Surround-Effekten geschaffen. Auch der Subwoofer-Kanal kommt bei einzelnen Waffenschüssen und Explosionen durchaus zum Einsatz und beweist Kraft und Volumen. Der englische Originalton liegt sowohl bei der Kinofassung als auch dem Extended Cut in DTS-HD MA vor, die deutsche Synchronisation jeweils in Dolby Digital. Im englischen Original erfordern die teilweise etwas undeutlich gesprochenen Dialoge konzentriertes Zuhören. Aufgrund der Dialoglastigkeit hat die deutsche Tonspur gegenüber dem O-Ton nicht allzu sehr das Nachsehen und bietet eine hohe Sprachverständlichkeit und solide Dynamik. Insgesamt eine sehr gute akustische Präsentation, bei dem die Frontkanäle die Hauptaufgabe übernehmen und mit Bravour meistern.

 

Special Features
  • Picture-in-Picture-Funktion: Augenzeugenbericht. Das Chaos im Iran während der Revolution wird durch die Berichte der Zeitzeugen lebendig
  • Aus Teheran gerettet: Wir waren dort. Präsident Jimmy Carter, Tony Mendez und die tatsächlichen Hausgäste berichten über ihre erschütternden Erlebnisse
  • ARGO: Absolute Authentizität. Ben Affleck erklärt, wie er die Situation des iranischen Geiseldramas von 1979 für den Film aufbereitet hat
  • ARGO: Die Verbindung zwischen CIA und Hollywood. Der ehemalige CIA-Agent Tony Mendez und Regisseur Ben Affleck verraten die Geheimnisse der vorgetäuschten Filmproduktion, die in Hollywood durchaus ernst genommen wurde
  • Flucht aus dem Iran: Die Hollywood-Option. Erhalte Einblicke in die Arbeit der kanadischen Regierung und erfahre mehr über das Risiko, das die Kanadier auf sich nahmen, als sie ihren Nachbarn Schutz gewährten
  • Kommentar während des gesamten Films: Von Regisseur Ben Affleck und Autor Chris Terrio

Review von Philipp Kind 07.03.2013

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