Stromberg - Staffel 4

Kauf-VÖ: 06.11.2009

Original

Stromberg - Staffel 4

Anbieter

Sony Music Entertainment (2008)

Laufzeit

ca. 310 min.

TV-Norm

PAL

Bildformat

1,78:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Deutsch, Dolby Digital 2.0

Untertitel

-

Regionalcode

2

Serie  85 %

Nach Jahren in den klaustrophobisch grauen Räumen der Capitol-Versicherung ergibt sich für Stromberg (Christoph Maria Herbst) die Gelegenheit für einen Ortswechsel - wenn auch ungewollt: Denn als die Position des Gesamtleiters der Abteilung Schadensregulierung bei der Capitol frei wird, sieht Stromberg zunächst wieder einmal die Chance auf einen Karrieresprung auf sich zukommen. Doch Stromberg wäre nicht Stromberg wenn er nicht auch diesmal selbst die Gelegenheit vergeigt. Als Stromberg sich wiederholt mit dem Kantinenchef anlegt und diesen anpöbelt bleibt das nicht ohne Folgen: Denn der Koch ist nah verwandt mit einem Vorstandsmitglied und sorgt dafür, dass Stromberg statt Beförderung in das Provinzkaff "Finsdorf" versetzt wird, wo er die Verantwortung für die örtliche Capitol-Filiale mit zwei leidlich motivierten Mitarbeitern bekommt.

Wenn deutsche TV-Macher sich Serien aus dem Ausland als Vorbild nehmen, wird's oft peinlich. Doch der von Christoph Maria Herbst jetzt in der vierten Staffel gespielte "Stromberg" ist schlichtweg genial und übertrumpft die Bürochefs von "The Office" aus England und den USA noch einmal deutlich an (mieser) Charaktervielfalt. In der vierten Staffel bekommt Stromberg endgültig den wohlverdienten Tritt von der Karriereleiter verpasst. Und der Ortswechsel tut der Serie gut, die sich bislang bis auf wenige Ausnahmen doch meist auf die öden Büroräume der Capitol-Versicherung beschränkt hatte. Doch nicht nur Strombergs Versetzung wird für neue Geschichten genutzt. Auch in der Zentrale ergeben sich Änderungen: Hier muss sich nunmehr Tanja Seifert als neue Chefin durchschlagen und bekommt von den Ex-Kollegen die kalte Schulter der Autoritätsverweigerung geboten. Selbst auf ihren Freund Ulf kann sie nicht mehr setzen, der eigentlich selbst gehofft hatte, zum Nachfolger Strombergs zu werden. Und der Büroclown Ernie versinkt nach dem Tod seiner Mutter noch tiefer in der Depression. Im Vergleich zu den vorherigen Staffeln ist die Staffel 4 von Stromberg noch schriller. Vom Blowjob bis zum Selbstmordversuch läuft die Serie auf einem höheren Eskalationslevel, welches sich von der reinen Überzeichnung typischer Büro-Konflikte weit entfernt hat. Nichtsdestotrotz ist die vierte Stromberg-Staffel angesichts der gerade einmal 10 Episoden mit je rund 25 Minuten Laufzeit leider wieder nur allzu schnell vorbei. 

 

Bild  5/6

Die DVDs bieten eine gute Bildqualität. Sofern gewollt, zeigt das Bild einen guten Kontrast und saubere Farben, von denen aber gerade in den "Finsdorf"-Szenen eher weniger zu sehen ist. Die Bildschärfe ist gut, Konturen und Details erscheinen auf großen Bildschirmen aber nicht ganz optimal. In leichtem Maße sind auch Rauschfiltereffekte zu sehen. Die Video-Kompression ist indes sehr gut. Nur in ganz leichtem Maße lassen sich gelegentlich Artefakte erkennen.

 

Ton  4/6

Trotz Dolby Digital 2.0-Tonspur und recht wenig "Action" sorgt "Stromberg" zumindest bei Pro Logic-Wiedergabe ab und zu für Überraschung. Denn einzelne Umgebungsgeräusche werden immer wieder recht authentisch wiedergegeben und die saubere Hochtonabmischung sorgt auch für eine sehr gute Verständlichkeit der Dialoge.

 

Special Features
  • "Stromberg" Live: Präsentation der 4. Staffel
  • Je eine komplette Folge von "Der kleine Mann" und "Pastewka 4"

Review von Karsten Serck 12.11.2009

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