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Crocodile Dundee in Los Angeles
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Studio |
Paramount Pictures (2001) |
Verleih |
BMG Video (2002) |
Laufzeit |
90:49 min. (FSK 6) |
Regie |
Simon Wincer |
Darsteller |
Paul Hogan, Linda Kozlowski |
DVD-Typ |
DVD-9 |
Fernsehnorm |
PAL |
Bildformat |
1,85:1 (anamorph) |
Audiokanäle |
1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1 |
Untertitel |
Deutsch, Englisch |
Regionalcode |
2 |
Verpackung |
Amaray-Case |
Preis |
ca. 20-25 |
Film      
Nachdem die beiden mehrere Jahre geruhsam im idyllischen Australien zugebracht haben,
beschäftigt lediglich mit dem Bändigen zahlender Touristengruppen, hungriger Krokodile
und des gemeinsamen Sohnes Mikey, verschlägt es Mick Dundee (Paul Hogan) und seine
Dauerfreundin Sue (Linda Kozlowski) mal wieder in die Vereinigten Staaten. Es geht gen
L.A., wo Sue in ihrem angestammten Job als Reporterin im Verlag ihres Vaters kurzfristig
für einen verstorbenen Kollegen die Vertretung übernimmt, bis ein Nachfolger gefunden
ist. Während sich Sue dem journalistischen Alltag widmet, genießen Vater und Sohn die
Freuden des Touristendaseins im Großstadtdschungel der kalifornischen Medienmetropole.
Dann entpuppt sich der letzte Fall von Sues Vorgänger nach und nach als erheblich
brisanter als auf den ersten Blick angenommen, scheint doch der Filmproduzent, welcher
Gegenstand der Reportage war, mehr Dreck am Stecken zu haben als bloß ein paar
cineastische Verstöße gegen den guten Geschmack. Schon ein wenig gelangweilt vom süßen
Nichtstun bietet sich Mick umgehend als Undercoveragent an und arbeitet sich rasch vom
untalentierten Statisten zum begnadeten Affendompteur hoch. Was aber noch wichtiger ist,
er bekommt tiefere Einblicke in den Sumpf des Verbrechens, der getarnt durch eine
Low-Budget-Produktionsgesellschaft in den Hügeln von Hollywood ihr Unwesen treibt. Und
seine Gegner kämpfen entsprechend mit durchaus harten Bandagen; was sie allerdings nicht
unbedingt bedacht haben, ist der Umstand, dass ein alter Haudegen, wie Mick, der mit
allem, was da so in der Wildnis Down-Under kreucht und fleucht auf Du-und-Du steht, dem
räuberischen Gesindel einer amerikanischen Großstadt den einen oder anderen
Survival-Kniff entgegensetzen kann.
Einer der größten Nachteile, der dem Erfolg an der Kinokasse durch einen frischen,
ideenreichen und unterhaltsamen Film anhaften kann, ist wohl der Drang der Produzenten
möglichst schnell einen Nachfolger hinterher zu schieben, was im Allgemeinen zu einem
verkrampften und faden Aufguss des Originals führt, der sich bestenfalls dadurch
auszeichnet, dass die Schaueffekte diesmal ein paar Nummern größer sind. Und wenn es
ganz Übel kommt, dann wird etliche Jahre später das Konzept noch einmal ausgegraben,
weil gerade mal wieder die Krankheit namens "maximale Risikoscheu" durch die
Flure der Studios wandert, was dann endgültig zu einem Machwerk führt, das dem
gebeutelten Zuschauer eigentlich noch nicht einmal gegen Zahlung eines angemessenen
Schmerzensgeldes zugemutet werden dürfte. "Beverly Hills Cop" war ein
Musterbeispiel für eine solche Filmreihe. Und "Crocodile Dundee" drohte mit
diesem dritten Teil nach dem locker-witzigen Original und dem das Ursprungswerk
angestrengt (und erfolglos) kopierenden Nachfolger nunmehr mit einem weiteren Exemplar von
Filmkunst zum Abgewöhnen. Insofern darf dann das Ergebnis von "Crocodile Dundee in
Los Angeles" fast schon als Glücksfall gelten. Ein sehr kleiner Glücksfall
allerdings, wie unbedingt hinzugefügt werden sollte; denn was der Film an Story und Humor
aufzubieten hat, ist mit dem Prädikat harmlos noch schmeichelnd umschrieben.
Atemberaubend belanglos trifft die Sache schon eher. Dies bedeutet denn auch, dass sich
Fans des ersten Teils vielleicht doch wenn möglich fern halten sollten, alles andere als
eine grenzenlose Enttäuschung dürfte nämlich nicht zu erhoffen sein. Von allem was das
Original auszeichnete, von seiner lässigen Situationskomik bis hin zu einem Drehbuch, das
sein Personal ganz offensichtlich über alle maßen schätzte und entsprechend lebendig
entwickelte, kann dieser dritte Teil nur sehnsüchtig träumen: Seine Herkunft vom
kalkulierenden Reißbrett kann er in keinem Moment verbergen.
Aber was dann doch wieder für den Film spricht (und zu der schon erwähnten
Glücksfallüberlegung führt) ist die entspannte Atmosphäre, die deutlich macht, dass
den Machern des Films seine Defizite wohl durchaus bewusst waren, aber, statt durch
bemühte Kinkerlitzchen dem ganzen noch den letzten Rest an Charme auszutreiben,
konsequent auf das Wohlfühlprinzip gesetzt und genau das produziert haben, was einen
passablen Familienfilm auszeichnet. Überaus schlichte, aber mit einem gewissen Schuss
Warmherzigkeit versehene Unterhaltung, die niemanden wehtut (aber dementsprechend auch
niemanden auch nur ansatzweise vom Hocker reißt). Das kann man sich ansehen oder es auch
sein lassen, die Wirkung dürfte dieselbe sein, aber - und das ist doch schon mal ein
Vorteil - unangenehme Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten.
Bild      
Obwohl der Film von seinem Alter her zu den Jüngsten zählt, war anscheinend doch der
Einsatz von Filtern notwendig um das Bild ausreichend rauschfrei zu bekommen. Dass macht
sich bei mancher etwas zügigeren Kamerabewegung in marmorierenden Nachzieheffekten
bemerkbar. In "unwichtigen" Panoramaaufnahmen bei denen auf eine Bearbeitung
verzichtet wurde, fängt es dagegen im Hintergrund an deutlicher zu rauschen. Aber letztlich
überwiegt doch ein positiver Eindruck, immerhin bietet sich meist ein scharf
konturierter, detailreicher Anblick in angenehmer Farbgebung. Allerdings gibt es bei den
Kontrasten, gerade in dunkleren Szenen schon einmal negative Ausreißer.
Ton      
Da die Tonspur von den Filmmachern sträflich vernachlässigt wurde, hat auch die DVD
wenig Chancen, um sich akustisch nennenswert zur Geltung zu bringen. Nebengeräusche
werden eher beiläufig und ohne großen Nachdruck in das Geschehen eingebaut; dass interessante
direktionale Effekte Mangelware bleiben, versteht sich dann fast schon von selbst.
Andererseits kommt das ganze Geschehen ordentlich aus den Kanälen, so dass auch nicht
viel zu mäkeln ist; außer, dass gelegentlich die Bässe leicht überbetont werden und
das ansonsten harmonische Klangbild stören.
Special Features      
Mehr als das absolut Notwendige ist nicht im Programm. Ein kurzer Blick hinter die
Kulissen zum Dreh zweier Szenen mit der B-Roll, Daten zu den wichtigsten Mitwirkenden,
ergänzt durch kurze Interviewausschnitte und schließlich noch der Trailer zum Film.
01.07.2002
Review von Tobias Wrany
Test-Equipment
TV: Panasonic TX-28PK1F
DVD-Player: Pioneer DV-343
Dolby Digital / DTS Receiver: Sony STR-DA50ES
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