Sub-Vergleich: Heco Celan Sub 38A, SVS PB12-Plus/2 und Teufel M11000 (3/3)
Klang

Test-AV-Receiver Onkyo TX-SR803E, Systemlautstärke auf - 10 dB eingestellt, Subwoofer mittels speziellem Testsignal eingepegelt, Subwoofer bei 100 Hz getrennt, Betriebsart Stereo, Entfernung Hörplatz - Subwoofer exakt 2,5 Meter. Aus Gründen der Praxisnähe haben wir ein normales Standard-SPL-Meter verwendet.

ACHTUNG: DIESE ANGABEN SIND AUS DER PRAXIS IN UNSEREM ABHÖRRAUM UND NICHT UNTER LABORBEDINGUNGEN ERMITTELT WORDEN! WIR ERHEBEN WEDER FÜR DIESE ERGEBNISSE NOCH FÜR DIE HÖREINDRÜCKE DEN STATUS DER ALLGEMEINGÜLTIGKEIT! WIR EMPFEHLEN JEDEM LESER, DIE ERREICHBAREN PEGEL IN ABHÄNGIGKEIT DER FREQUENZ MITTELS EINES SPL-METERS UND EINER GEEIGNETEN CD MIT TESTTÖNEN IN DEN EIGENEN VIER WÄNDEN DURCHZUFÜHREN; EBENSO WIE EIGENE KLANGTESTS, DA GERADE IM TIEFFREQUENTEN BEREICH DIE KLANGCHARAKTERISTIK DES SUBWOOFERS AUCH STARK VON DER BESCHAFFENHEIT DES ABHÖRRAUMS ABHÄNGT!

Kommen wir als erstes zu den eher "theoretischen" Aspekten. Wir widmen uns den gemessenen dB-Werten bei verschiedenen selektierten Frequenzen zwischen 100 und 20 Hz, absteigend ermittelt. Über alle Maße beeindruckte der SVS PB12-Plus/2. Selbst bei 20 Hz erreichte er bei vorschriftsmäßiger Einpegelung bei der System-Referenzlautstärke noch - 0,5 dB. Hinzufügen muss man, dass für die Messungen beim SVS der paramterische Equalizer deaktiviert war (um die Vergleichbarkeit mit den beiden anderen Subwoofern zu garantieren). Besonders zu erwähnen: Der Subsonic-Filter war auf der 25 Hz-Einstellung (hier könnte man noch 16 oder 20 Hz wählen, bei 16 Hz kommen 2 Stopfen in die Bassreflexöffnungen, bei 20 Hz ein Stopfen), und in den drei Bassreflexrohren befand sich kein einziger Stopfen - trotzdem war der Tiefgang bei 20 Hz so imposant. Bei 21 Hz kam der SVS auf - 1 dB, bei 22 Hz wiederum auf 0,5 dB. Zwischen 30  und 38 Hz erreichte der SVS einen Frequenzpeak, interessanterweise zeigten die Messpunkte 30, 35 und 38 Hz ein praktisch identisch hohes Niveau, also ein kleines "Plateau". Typisch für unseren Abhörraum erreicht die Antwort des Subwoofers im Bereich um 48 bis 50Hz seinen Tiefpunkt mit - 6,5 dB bei 49 Hz.  Der zweite Peak im Frequenzgang befindet sich, auch wieder typisch für unseren Hörraum, bei 70 bis 77 Hz, hier genau bei 71 Hz. Auch im oberen Bassfrequenzbereich ist der SVS noch gut bei der Musik (100 Hz: - 5 dB, 80 Hz: - 0,5 dB). Wenden wir uns nun dem Teufel M11000 zu, der diese enorme Performance des SVS im subsonischen Bereich nicht mitgehen kann. Bei 20 Hz messen wir einen dB-Wert von 6,5, bei 21 Hz liegen wir bei - 6 dB und bei 22 Hz zeigt unser Meßgerät - 5 dB an. Bei exakt 35 Hz gibt es im insgesamt zurückhaltenderen Frequenzdiagramm des Teufel einen einzelnen Peak (- 1,5 dB), der Tiefstwert in der Range zwischen 30 und 60 Hz liegt beim M11000 bei 46 Hz, wieder raumtypisch, siehe SVS. Der Teufel hat ein hoch liegendes Plateau oberhalb der 0 dB zwischen 66 und 72 Hz, bei 100 Hz steigt er mit - 5,5 dB ein, bei 80 Hz messen wir - 0,5 dB.  Insgesamt zeigt der Teufel einen sehr ausgeglichenen Frequenzgang. Kommen wir nun zum Heco Celan W38A, der mit mit - 10,5 dB bei 20 Hz nicht mit Teufel und vor allem mit SVS mitgehen kann. Bei 21 Hz sind es noch - 8,5 dB, zwischen 22 und 26 Hz dann erfolgt ein steiler Anstieg von - 6,5 auf - 1,5 dB. Der erste Peak kommt zwischen 32 und 39 dB mit einem höchsten Wert bei ca. 36,5 Hz, exakt bei 49 Hz wird ein  - 7 dB-Tiefpunkt erreicht. Nicht imposant tritt der Celan bei 100 Hz auf, wo er auf  - 10 dB kommt. Massiv ist dann sein Anstieg zwischen  90 Hz (- 8 dB) und 80 Hz (- 2 dB), zwischen 72 und 66 Hz hat er ein Hochplateau ( (- 1,5 dB). Interessanterweise spiegelt dies auch die gesamten Höreindrücke wieder, der SVS ist der Meister des Tiefgangs, der Teufel ist der Meister der Ausgewogenheit, und der Heco bietet für sein deutlich niedrigeres Preisniveau ein beachtliches Leistungsprofil, ohne es aber mit den beiden anderen höherpreisigen Modellen aufnehmen zu können.

Sorgt für Ehrfurcht: 2 x 30 cm Bässe, Downfire mit massiver Bodenplatte - der SVS lässt es so heftig krachen, dass manche entsetzt aufspringen dürften

Nun schildern wir unsere akustische Eindrücken aus der Praxis mit Musik- und Filmtonmaterial. Und der SVS PB12-Plus/2 zeigt seine tieffrequenten Talente höchst überzeugend, so z.B. beim "Chronos"-Trailer auf der 7. DTS Demo-DVD: So wuchtig, so massiv und so kraftvoll haben wir diesen Trailer noch nie gehört. Der PB12-Plus/2 trumpft ganz groß auf und bietet viel Nachdruck auch bei stattlichem Pegel. Hier ist eine Bassgewalt am Werk, die sich in jeder Demo-Vorführung bei einem entsprechend begeisterungsfähigen Publikum glänzend macht. Wer alles wissen möchte und den Pegelregler noch weiter aufdreht, erlebt, wieso der M11000 später sein "Masterpiece"-Prädikat abstaubt: Kein aktiver Subwoofer geht mit enormen, weit überdurchschnittlichen Lautstärken so souverän, so gelassen um wie der Teufel, der sogar beinahe das Niveau seines großen Bruders M12000 erreicht. Nur in sehr großen Hörräumen setzt der M12000 noch mehr Volumen frei, aber der M11000 wird selbst extremen Pegeltreibern in 90 % der Fälle locker ausreichen. Und für 80 % dieser Klientel reicht auch der PB12-Plus/2 prima aus. So mancher Leser, der noch nicht oft mit sehr leistungsstarken aktiven Subwoofern in Berührung kam, wird uns für verrückt erklären, dass noch mehr Pegel möglich sind als mit dem PB12-Plus/2, der bereits alle bekannten Dimensionen für die meisten Hörer hinter sich gelassen hat. Aber wir müssen das Performance-Profil im ganzen hinterleuchten, und da stellten wir eindeutig fest, dass auf bereits sehr hohem Grundniveau der Teufel im hochpegeligen Bereich nochmals besser geht. In "gewöhnlichere" Bereiche dringen wir nun mit unserer Beschreibung des Heco Celan vor, was absolut nicht herablassend oder arrogant gemeint ist, denn mit den rund 900 €, die der Celan kostet, ist er immer noch ein teures technisches Gerät, objektiv betrachtet. Und für seinen Kaufpreis schlägt er sich ausgezeichnet. Beim Chronos-Trailer merkt man zwar schon, dass der extrem massive SVS und der sehr ausgewogene und äußerst pegelfeste Teufel in einer anderen Liga spielen  - doch die meisten Kontrahenten aus vergleichbaren preislichen Gefilden dürften genau das über den Heco denken. Er stellt den Chronos-Trailer auf einem bereits sehr lobenswerten Niveau dar, und zwar mit nur minimalen Gehäusegeräuschen und fast ohne Verzerrungen - für Anwender mit gehobenen Ansprüchen, die für einen vertretbaren Betrag einen hervorragenden aktiven Subwoofer suchen, ist der Heco genau das, worauf sie gewartet haben. Vor allem auch deshalb, weil der Celan nicht nur gut klingt, sondern auch sehr hochwertig und nobel aussieht. 

Auch der Celan Sub 38A lieferte tief beeindruckende Testergebnisse ab

Weiter geht es mit dem Ausschnitt aus "Behind Enemy Lines" auf der 7. DTS Demo-DVD. Hier schlägt der PB12-Plus/2 bei den aufeinander folgenden Explosionen herausragend: Man hört den Bass nicht nur, sondern fühlt mit unerbittlicher Wucht bis in die Magengrube -  auch Verdienst der Schallausbreitung eines Downfire-Subwoofers. Richtig Sinn macht Downfiring nur mit ordentlich Endstufen-Power, und davon hat der SVS ja mehr als genug. Dieses Ziehen, das man deutlich verspürt, erzeugt nur der PB12-Plus/2. Der Tribut, den man bezahlt: So detailliert und vielschichtig wie der M11000 modelliert der SVS das tieffrequente Geschehen nicht heraus. Der Teufel wirkt hier sehr authentisch, ohne es an Nachdruck missen zu lassen. Dies beweist wiederum seine flexible Auslegung, die es vielen Hörern Recht machen dürfte. Untermauert wird dieser Eindruck vom herausragenden Einbindungsvermögen des Berliner Subwoofers. Er erzeugt, Voraussetzung ist selbstverständlich eine korrekte Einpegelung, zusammen mit den Frontboxen einen homogenen, in sich schlüssigen Klangeindruck. Er spielt sich nicht so in den Vordergrund wie der SVS, sondern integriert sich beinahe nahtlos und lässt seinen Wiedergabepart mit größtmöglicher Gelassenheit ins Geschehen einfließen. Er erzeugt das genau richtige Mittelmaß aus Kraft, Zurückhaltung, Volumen und Detaillierung, in keiner Disziplin können wir etwas anderes als Spitzennoten ins Teufel-Zeugnis schreiben. Und der Heco? Wiederum beweist er, wie gut ein Subwoofer seiner Preisklasse sein kann: Er sorgt für viel Volumen, sein mächtiges 38er Chassis baut eine dreidimensionale und kräftige Basskulisse auf. Ganz jedoch kann der Heco nicht verleugnen, dass die beiden 30er Chassis vor allem beim direktabstrahlenden Teufel M11000 noch schneller auf den Punkt kommen. Der SVS ist aufgrund der Tatsache, dass er als Downfire ausgelegt ist, nicht ganz so behände wie der Teufel, der wie der Blitz durchs Bassspektrum wirbelt. Doch auch diese Hörprobe beweist, wie gut der Celan für seine Preisklasse aufspielt. 

Bei "Gladiator" begeisterte der M11000 ganz besonders

Bei "Gladiator" war es der M11000, der über alle Maßen begeisterte, denn er bot die hörbar beste Struktur. Ausgezeichnet arbeitete der Teufel auch unter schwierigen Bedingungen alle tieffrequenten Einzelheiten hervor. Die mit deutlichem Abstand beste Leistung erzielte er bei der Einbindung des Music Scores. So mitreißend, so präzise und so direkt ertönte er bei keinem der beiden Konkurrenten. Die absolut saubere, verzerrungsfreie Wiedergabe, dieser pure, kraftvolle, aber nicht effekthascherische Bass -  das ist Subwoofer-Technik vom Allerfeinsten. Hier unterfüttert der M11000 den Anspruch auf sein Masterpiece-Prädikat, das es anno 2002 noch nicht gab, das Wesen des Woofers aber treffend umschreibt: Hier kommt nicht einfach nur ein hervorragender aktiver Subwoofer, sondern einer der besten Consumer-Basslautsprecher, die der gesamte Markt bereithält - und das zu einem 100 % fairen Preis. Manche Leser werden uns nun wieder vorhalten, wir hätten die rosa Teufel-Brille auf - doch, glauben Sie uns, auch uns kommt es unheimlich vor, dass Teufel von Sieg zu Sieg eilt, wir haben extra im Testraum Überstunden gemacht, den Teufel gepiesackt, getreten, gefordert, um endlich auf eine Schwäche zu stoßen, die ihm den Testsieg doch noch nehmen kann - aber der M11000 wuchs über sich hinaus und deklassierte beim Techno-Track "Icarus (the Flight)" von Flutlicht beide hochkarätigen Konkurrenten so lässig, dass wir beinahe fassungslos daneben standen. Kein Wummern, keine Gehäuse-Geräusche, kein Zeichen von Anstrengung: Kraft, Präzision und Kontrolle reichern das Punktekonto des M11000 weiter an. Die Konkurrenz geriet hier ins Straucheln: Der Heco ist nicht eben ein Experte der Bässe zwischen 90 und 100 Hz, und der SVS hat hier leichte Probleme, damit, seine massive Kraft in eine klare, deutliche Vorstellung umzusetzen. Bei einem Auto würde man sagen: Das Fahrzeug hat Probleme, seine Kraft auf den Boden zu bringen, irgendwie wollte sich so keine rechte Dynamik und Klarheit entfalten. Auch bei  "Celebrate" von Zhi-Vago setzte sich der M11000 vom Konkurrenzfeld ab, er spielt direkt, souverän und nachdrücklich, ohne jeden Kompromiss. 

Bei "Juggalo Homies", einem US-amerikanischen Hip-Hop-Song von der 7. DTS Demo-DVD, meldet sich der SVS dafür mit Vehemenz zurück an der Spitze, denn er baut Bässe auf, die einen förmlich in den Sitz drücken. Die Präzision ist für einen Dowfire-Subwoofer tadellos. Der Heco schlägt sich ebenfalls ausgezeichnet und punktet mit einem tollen Raumeindruck. Und der M11000? Wiederum keine Schwäche. Nicht die wuchtige, massive SVS-Darstellung, sondern eine Mischung aus Nachdrücklichkeit und kompletter Kontrolle über das Geschehen. Er ist nicht nur der "Fun-ist-alles"-Subwoofer, sondern er macht sich mit dem identischen großen Erfolg daran, den seriösen, den anspruchsvollen Hörer anzusprechen, dem es um die Tiefe und nicht um die ersten Eindrücke geht.  Das beweist er auch bei anderen musikalischen Beispielen wie der Star Wars Ep. III Filmmusik, der M11000 präsentiert immer tiefgründig, überlegt und homogen. Dem Heco merkt man da die günstigere Preisklasse an, er spielt nicht so unmittelbar und nicht so komplett, der SVS trägt etwas dick auf, aber sein kraftvolles Agieren reizt natürlich Bass-Liebhaber enorm. 

Vergleiche mit weiteren Konkurrenten

Was diese drei aktiven Subwoofer können, verdient Respekt - dies zeigen auch die Ergebnisse, wenn man Vergleiche mit weiteren Kontrahenten anberaumt. Fangen wir mit dem Heco Celan Sub 38A an. Dieser hat keinerlei Schwierigkeiten, den JBL Subwoofer L8400 in die Schranken zu verweisen. Gerade in Bezug auf den Tiefgang merkt man das deutlich größere Gehäuse und das 38er Chassis des Heco deutlich. Aber auch die exzellente Verarbeitung und die nochmals bessere Pegelfestigkeit, die sich vor allem in mehr Souveränität bei hohen Lautstärken niederschlägt, sichern dem Heco einen komfortablen Vorsprung, der mit rund 200 bis 250 € Mehrpreis (bezogen auf die Marktpreise beider Modelle) in unseren Augen moderat ausfällt.  Auch mit dem Nubert nuWave  AW-75 legt sich der Heco an - und trifft auf einen sehr harten Gegner, der sich sogar mit minimal besserer Präzision in Szene setzen kann. Die Verarbeitung des nuWave-Woofers ist äußerst robust, die Ausstattung reichhaltig, der Tiefgang für sein kompakteres Gehäuse enorm. Doch der Heco kontert: Zwar ist er größer und somit schwerer zu verstauen, dafür aber liebevoller verarbeitet - jedes Detail ist stimmig, das Finish ist vom Feinsten. Hinzu kommt der merklich bessere Tiefgang und die höheren Reserven seiner Endstufe - die allerdings nur enorme Pegelfanatiker interessieren dürften. Fazit: Wie gut der nuWave AW-75 nach wie vor ist, stellt er auch hier wieder unter Beweis, er ist einer der wenigen Subwoofer dieser Preisgefilde, der dem Celan Paroli bieten kann. Weiter geht es mit dem Konzertbruder, dem Heco Phalanx 12A, der zwar viel Kraft hat und sehr günstig zu haben ist, aber hörbar unkultivierter ist, einen geringeren Tiefgang bietet und sich zudem deutlich einfacher verarbeitet präsentiert. Also auch keine richtige Konkurrenz für die Celan. Der  Quadral Power Cube Sub 500 liegt in Bezug auf den Marktpreis unter dem Heco Celan, und er ist sehr kompakt sowie leistungsstark dank der maximal 750 Watt, die die eingebaute Digitalendstufe kurzzeitig stemmen kann. Bei hohem Pegel liefert sie immer noch Kraft, aber das Gehäuse ist dann am Ende - der Celan marschiert noch munter weiter. Auch für den Heco spricht die hochwertigere Verarbeitung. 

M11000 und PB12-Plus/2 stoßen ebenfalls auf unangenehme Konkurrenten - besonders viel Gegenwehr leistet der Nubert nuLine AW-1500, der durch seine saubere Abstimmung und sein tadelloses Integrationsvermögen gefällt. Er spielt ebenfalls sehr dynamisch und lebendig. Der teurere Teufel muss sich anstrengen, um den günstigeren Nubert abzuschütteln, schafft dies aber mit noch mehr Nachdruck gerade im harten Home Theatre-Einsatz und mit nochmals mehr Volumen sowie Tiefgang. Der nuLine AW-1500 aber ist dafür über 250 € günstiger und eignet sich auch noch für die Aufstellung im Wohnzimmer, während der Teufel in den Heimkinoraum gehört - in diesem Entfaltungsgebiet schlägt er dann den AW-1500, wie sich in vielen Testreihen herausstellte. Für seinen geringen Preis ist der AW-1500 nach wie vor eine besonders empfehlenswerte Offerte. Der SVS überrollt den AW-1500 mit seinem unnachahmlichen Tiefgang und seiner wuchtigen, massiven Darstellung. Der Nubert kontert mit höherer Musikalität insbesondere bei differenzierten Musikstücken (Klassik, Jazz), auch vermag er sich, unauffälliger zu integrieren, hier kommt es aber auch auf den Geschmack des Hörers an. Besonders musikalisch ist der Quadral Aurum Sub 10, der auch sehr fein Einzelheiten im Bassbereich herausmodellieren kann. So heftig hinlangen wie Teufel und SVS kann er jedoch nicht, er tritt eher als noch etwas feinerer, sensiblerer Kontrahent des nuLine AW-1500 in Erscheinung. Hier finden sich sicherlich für beide Modelle viele interessierte Käufer. Der Monitor Audio Fast Bass 212 ist ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Konkurrent. Großer Vorteil des Edel-Subs für über 2.000 € sind die sehr geringen Gehäusegeräusche, der Fast Bass arbeitet ungeheuer sauber. Auch bei großen Pegeln sind kaum Verzerrungen zu spüren. Bei sehr hoher Lautstärke, die wirklich nur in echten Home Theatre-Räumen im Keller Realität sein dürfte, schlägt dann der M11000 unerbittlich zu und weist den Fast Bass in die Schranken. Der M11000 wird auch noch unmittelbarer, direkter, dafür ist der Fast Bass sehr diskret. Was die Präzision angeht, sieht man wieder, wie universell der Teufel in der Lage ist, zu punkten: Auch hier kann der Fast Bass keinen Bonuspunkt herausholen, sondern nur praktisch das identische hohe Niveau des Teufel erreichen. Und wie schlägt sich der Fast Bass gegen unseren talentierten "Showman" aus den USA? Die Antwort: Unterschiedlicher können aktive Subwoofer kaum sein. Da der diskrete Fast Bass, der seine Kraft eher im Hintergrund hält, bei Bedarf aber rasch zur Verfügung stellt, und hier der massiv auftretende SVS mit dem unglaublichen Tiefgang und dem exorbitanten Volumen. Hier müssen wir gleich noch eine interessante Feststellung mit einbauen: Der PB12-Plus/2 weist weitaus mehr klangliche Unterschiede zum SVS PB12-Plus auf, als man spontan denken und aufgrund der ähnlichen Konzeption annehmen könnte. Während der PB12-Plus zwar sehr kräftig und voluminös auftritt, wirkt der PB12-Plus/2 weitaus extrovertierter, er präsentiert seine Kraft sehr eindrucksvoll - im Vergleich wirkt der PB12-Plus direkt "handzahm", während sich die Leistungskraft des PB12-Plus/2 kaum bändigen lässt - ist man ihr erst verfallen, kann sie süchtig machen. Auch, wenn der PEQ zur Hilfe genommen wird: Der PB12-Plus/2 spielt immer noch die Rolle des im wahrsten Sinne des Wortens aktiven Subwoofers, er beeinflusst durch seine nachdrückliche Tätigkeit das Klangbild deutlich  - was auch sehr faszinierend ist. Nicht raten können wir dazu, mittels des PEQ eine sehr zurückhaltende Einstellung vorzunehmen, dann verhält es sich wie mit der 250 km/h-Begrenzung von waschechten Sportwagen - es geht viel Freude verloren.

Was uns noch auffiel: Folgerungen aus den Ergebnissen der Testreihen

Die Testreihen haben zahlreiche Erkenntnisse zu Tage gefördert, die wir alle entsprechend kommentiert festhalten möchten:

  1. Mit etwas Feinschliff wird der SVS PB12-Plus/2 dem Teufel so gefährlich, dass er in der Endabrechnung vorbeiziehen könnte
  2. Neuer Star in der 1.000 €-Liga: Heco ist schwer im Kommen und hat mit dem Celan eine tolle Mischung aus Performance, Optik und Preiswürdigkeit geschaffen
  3. Integrationstalent: Der Teufel M11000 verdankt seinen schwer erkämpften Status als "Masterpiece"-Subwoofer auch seinem harmonischen Zusammenspiel mit vielen Lautsprechersystemen
  4. Subwoofer für "ganze Kerle": Alle drei Subwoofer zeigen massiv und deutlich auf, in welchem Umfang ein leistungsfähiger aktiver Basslautsprecher die Performance einer Mehrkanal- oder auch Stereoanlage steigern kann - und wie ärmlich so mancher kompakte, kleine Basswürfel im direkten Vergleich klingt. Ganz klar: Das eine sind Salonlöwen ohne Mumm, das andere tieffrequente Kraftpakete, die aber nicht nur sinnlos mit ihren Pfunden wuchern, sondern auch durch Kontrolle und Präzision gefallen. 
  5. Top-Performance muss kein Vermögen kosten: Der Celan zeigt, was für eine bestechende Form schon ein 1.000 €-Subwoofer haben kann, und SVS sowie Teufel stellen unter Beweis, dass die Luft für sündhaft teure Edel-Subwoofer > 3.000 € sehr dünn ist. 
Fazit:

Hier gibt es eigentlich keinen Verlierer: Drei Ausnahme-Subwoofer, die der Konkurrenz das Fürchten lehren 

Wir haben alles versucht, um ihn vom Thron zu stürzen, aber letztendlich verteidigt der Teufel M1100 seine Vorherrschaft in der Preisliga bis 2.000 € durch seine vorbildliche Ausgewogenheit, die herausragende Dynamik und überragende Pegelfestigkeit. Aus akustischer Perspektive mit besonderer Fokussierung auf die universelle Eignung für alle klanglichen Aufgaben führt also nach wie vor kein Weg am Berliner Subwoofer vorbei. Daher holen wir nach, was wir in Ermangelung einer entsprechenden Auszeichnung Ende 2002 versäumt haben: Der M11000 erhält völlig verdient sein Masterpiece und wir werden uns noch mehr M11000 für alle Hörstudios in Berlin bestellen. Als Kritikpunkte sind klar der nur gute, aber nicht überdurchschnittliche optische Gesamteindruck, die knappe Farbauswahl und das Fehlen eines parametrischen Equalizers zu nennen. Auch ein exzellentes Produkt erwirbt man, wenn man zum SVS greift,  der mit seiner ernormen Bassgewalt, seinem erstklassigen Tiefgang und der ausgezeichneten Ausstattung ebenso fleißig Punkte sammelt wie mit seiner vorbildlichen Verarbeitung. Die Defizite: Der PB12-Plus/2 ist nicht ganz so schnell wie der M11000 und bietet nicht die selbe hochdetaillierte Bassstruktur. Zudem knöpft Teufels Pegel-Ass dem SVS einige Punkte im extrem hochpegeligen Bereich ab, wo der PB12-Plus/2 zwar immer noch gut geht, die souveräne Gelassenheit des Teufel aber nicht ganz bieten kann. Diese Bereiche wird der normale Anwender kaum, der absolute Home Theatre-Fan jedoch schon ab und zu ansteuern. Insgesamt ist der M11000 einfach noch ausgewogener als der SVS, der aber mit einem ungeheuren Faszinationspotential aufwarten kann - und auch das Preis-/Leistungsverhältnis des US-Bassgiganten stimmt absolut. Daher: Referenz in der Highendklasse! Der Heco Celan Sub 38A geht in Anbetracht dieser beiden Bass-Giganten fast unter, was er nicht verdient hat: Bezieht man mit ein, wie preiswert er ist, liefert er absolute Bestleistungen ab, die höchsten Respekt verdienen. Zudem sieht er attraktiv aus und ist blendend verarbeitet. Er distanziert gerade in der Liga bis 1.000 € - durch den günstigen Marktpreis ist der imposante Heco schon für rund 900 € zu haben - alle Konkurrenten und wird dafür mit dem Referenz-Prädikat in der oberen Mittelklasse belohnt. 

 


Masterpiece Kategorie Aktive Subwoofer
Der M11000 möchte seinen Thron nicht hergeben: Auch noch nach 3,5 Jahren ist er unter Berücksichtigung des Preis-/Leistungsverhältnisses der beste Home Theatre-Subwoofer, den wir kennen
Preis-/Leistungsverhältnis

Highend-Klasse
Mit sensationellem Tiefgang und überragendem Finish kann sich der SVS PB12-Plus/2 in der Spitzenliga der aktiven Subwoofer souverän etablieren
Preis-/Leistungsverhältnis

Obere Mittelklasse
Mit der hochwertigen, edlen Optik und dem kraftvollen Antritt zum kleinen Preis ist der Celan Sub 38A ein klarer Geheimtipp für Preis-/Leistungsbewusste 
Preis-/Leistungsverhältnis

 

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Testteam: Thomas Hermsen, Carsten Rampacher
Text: Carsten Rampacher
12. April 2006