TEST: Samsung BD-C6800 Blu-ray-Player - ausgezeichnete Bildgüte in 2D und 3D

20. Oktober 2010 (cr)

Einführung

Für 349 EUR (laut UVP) kommt Samsungs 3D-fähiger Blu-ray-Player BD-C6800 zum Kunden. Der flache, schicke Medienexperte verfügt über ein eingebautes, WPS-fähiges WLAN-Modul und liest eine Vielzahl von Formaten über USB ein. Wahlweise ist der Samsung auch in der Lage, Dateien von PCs und Servern zu streamen, die sich im gleichen Netzwerk befinden. Anschlussseitig umfasst das Angebot auch einen 7.1 Audio-Analogausgang. Was der mit Internet @ TV und 1 GB internem Speicher (für BD-Live) ausstaffierte BD-C6800 im Praxistest leistet, lesen Sie im folgenden Testbericht. 

Video-Überblick

 

Verarbeitung

Touch-Bedienelemente

Nicht so ganz gefällt uns die Abdeckung des vorderen USB-Eingangs

Display

Unterseite mit Gumminoppen

Im Geräteinneren herrscht Ordnung

Der Samsung BD-C6800 kommt in angesagter Klavierlackoptik, was allerdings neben gewisser Noblesse auch den Nachteil der Empfindlichkeit gegenüber Fingerabdrücken und Kratzern hat. Gerade der aus hochglänzendem Kunststoff bestehende, sehr gut sitzende Gehäusedeckel wird zum Sammel- und Tummelplatz für Staub und Fingerabdrücke. Sehr elegant sind die beleuchteten Touch-Bedienelemente auf der Gerätefront, die zudem recht schnell auf Berührung reagieren und eine problemlose Bedienung elementarer Funktionen für den Spielbetrieb auch in der Dunkelheit garantieren. Das Display ist ein etwas feiner auflösendes Segment-Display und bietet keine Punktmatrixauflösung. Der Gehäusedeckel ist mit lediglich drei rückseitig untergebrachten Schrauben gesichert, trotzdem macht alles einen relativ soliden Eindruck. Nicht unsere Zustimmung findet die etwas windig wirkende Abdeckung über dem vorderen USB-Input. Und da wir gerade beim Kritisieren sind - dass nur einfache Gumminoppen unter dem Player angebracht sind und keine richtigen Standfüße, ist auch zu verbessern. Die rückseitigen Anschlussterminals sitzen alle fest und präzise. Im Geräteinneren herrscht, auch aufgrund der heute üblichen hohen Baugruppenintegration, Ordnung. Alle verbauten Teile erscheinen preisklassengemäß. Das gilt auch für die leider nicht beleuchtete Fernbedienung, die dafür gut verarbeitet ist und recht hochwertig wirkt. Gesamtnote: Ausgezeichnet. 

Anschlüsse

Teil 1

Teil 2: 7.1 Output, analog

• 7.1 Analog-Cinch-Pre-Out
• HDMI 1.4
• Komponente Video-Analog
• 2-Kanal Analog-Audioausgang
• Netzwerkschnittstelle
• Optischer Digitalausgang
• FBAS-Video

Alles Relevante ist auf der Rückseite vertreten. Was fehlt, ist ein koaxialer Digitalausgang. Gesamtnote: Ausgezeichnet. 

Setup und Konfiguration

Menü nach dem Einschalten

Menü Anzeige

Menu Audio

Lautsprechereinstellungen

Wer den BD-C6800 startet, gelangt zunächst in eine Menü-Übersicht, die Direktzugriff auf Internet @ TV, eine eingelegte BD, auf Videos, Musik und Fotos (Streaminginhalte) und auf den Punkt „Einstellungen“ (= Setup, ganz rechts) gibt. Um den Player zu konfigurieren, wechselt man zunächst ins Setup. 

Hier erscheint als erstes das Menü „Anzeige“, gleich als erster Unterpunkt „3D“. Hier kann der 3D-Modus (meist korrekt: Auto) sowie die Bildschirmgröße des Flachbildschirms, an dem der Player angeschlossen ist, eingestellt werden. Weitere Einstellmöglichkeiten betreffen das TV-Bildformat, die BD Wise Funktion (Samsung-spezifisch), die Auflösung (Auto, 1080p, 1080i, 720p, 576/480p, kein 576/480i!), das HDMI Format (TV/Monitor) und die 24p-Funktion (vor BD betrachten aktivieren – wenn der TV 1080p/24 Hz kann). Unter „progressiver Modus“ stehen „Auto“ oder „Video“ zur Wahl. Funktioniert der automatische Modus bei der Wiedergabe von dediziertem Videomaterial nicht, kann man auf den „Video“ Modus zurückgreifen. HDMI Deep Colour kann aktiviert oder deaktiviert werden. Ein Video-EQ ist in diesem Menü nicht zu finden.

Im „Audio“ Menü muss man sich zunächst mit der Samsung-eigenen Terminologie vertraut machen: Bei der ersten Option „Digitalausgang“ ist die Option „Bitstream audiophil“ die richtige, wenn über die HDMI-Buchse die aktuellen HD-Tonformate korrekt ausgegeben werden sollen. Verfügt man über einen AVV oder einen AVR mit Decodern für die neuen Tonformate, ist diese Wahl die richtige. Weitere Wahlmöglichkeiten sind PCM und Bistream (Neu-Encodierung), dann wird nur DTS 5.1 bzw. Dolby Digital wiedergegeben. Eine aktivierbare PCM Downsamplingfunktion, eine Dynamikumfangssteuerung sowie die Form des Down-Mixes können ebenfalls eingestellt werden. Der BD-C6800 verfügt des Weiteren über einen eingebauten DTS Neo:6 Decoder, der ebenfalls im Audiomenü zu aktivieren ist. Man hat die Wahl zwischen Kino und Musik-Programm, der bei den in AVVs und AVRs verbauten Neo:6 Decodern übliche Parameter „Center Image“ fehlt hier. Da der Player über ein eingebautes Lautsprecher- und Bassmanagement verfügt und auch in der Lage ist, decodierte Signale nicht nur in PCM-digital zu wandeln, sondern auch analog über den 7.1 Ausgang weiterzureichen, ist für die Nutzung dieser Funktionen der Punkt „Lautsprechereinstellungen“ zuständig. Im Lautsprechermenü finden sich Einstellungen für die Lautsprechergröße (Vorderseite/Center/Surround/Surround Back), es kann festgelegt werden, dass zwecks Bassumleitung ein aktiver Subwoofer Verwendung findet, und es weiteren ist ein aktivierbarer Testton vorhanden. Hier kann allerdings nur überprüft werden, ob auch alle Lautsprecher angeschlossen sind, weitere Optionen, z.B. für Time Alignment oder Pegelabgleich, fehlen. 

Im Menü „System“ findet sich zunächst die Option „Ersteinstellung“. In wenigen Punkten werden hier für wenig versierte User verschiedene Grundeinstellungen vorgenommen. Im ersten Schritt erfolgt die Wahl der Sprache für das Bildschirmmenü. Dann erfolgt die Einrichtung von TV-Format und Netzwerk. Hier zeigt der BD-C6800 seinen Hang zu zeitgemäßen Features, denn neben der Einbindung in ein drahtgebundenes oder ein kabelloses Netzwerk mittels eingebautem WiFi-Adapter ist es auch möglich, den BD-C6800 bei Nutzung eines WPS-fähigen Routers schnell und unkompliziert ins Drahtlosnetzwerk zu integrieren. Man wählt einfach im Menü des Samsung die entsprechende Option für die WPS-Verbindung, drückt innerhalb von 120 Sekunden den WPS-Knopf am Router, und nach kurzer Zeit ist die Verbindung hergestellt. Nachdem diese Punkte abgearbeitet sind, ist die Erstinstallation abgeschlossen. Ansonsten findet sich im „System“ Menü noch die Justage für die Bildschirmgröße von Internet @ TV, die Anynet + (HDMI-CEC-basiert) Aktivierung für die Steuerung einer Samsung HDMI Kette mit nur einer Fernbedienung, das BD-Datenmanagement sowie Uhr plus DivX-Registrierung. 

WPS-Funktion

Im Netzwerk-Menü kann man die Wahl der Netzwerkverbindung ändern bzw. einrichten und einen Netzwerktest durchführen. Meist ist bei aktiverem DHCP sonst keine Einstellung notwendig. Im Menü „Sprache“ werden alle relevanten Einstellungen zum Thema Sprache vorgenommen, so in den Menüs der Disc, bezüglich der Audiospur und der Untertitel sowie des Player-Menüs. Bei „Sicherheit“ kann die Sicherungsstufe festgelegt werden, ebenfalls kann der Anwender ein Kennwort eingeben und ändern. 

Im Menü „Allgemein“ kann das Hintergrund-Thema geändert werden, auch steht hier ein aktivierbarer Energiesparmodus zur Verfügung. Der Dimmer fürs Front-Display hält neben „aus“ „hell“und „dunkel“ bereit. Auch der etwas nervende ein/aus-Ton kann in diesem Menü deaktiviert werden. 

Insgesamt ein praxisgerechtes und relativ einfach zu bedienendes Menü. Positiv ist, dass der BD-C6800 schnell auch in kabellose Netzwerke eingebunden ist, vorausgesetzt, man verfügt über einen Router mit WPS-Funktion. 

Gesamtnote: Ausgezeichnet.

Laufwerk, Einlesezeiten und Betriebsgeräusche

Das leise Laufwerk ist nur während des Einlesevorgangs zu hören, selbst dann aber nimmt die Geräuschemission nicht überhand. Aufgrund der Tatsache, dass der 6800 keinen Lüfter mitbringt, ist das Geräuschniveau insgesamt vorbildlich gering. Das Kapitel springen per Fernbedienung könnte noch etwas weniger hakelig und bilanzierend schneller vonstatten gehen. 

Die Einlesezeiten: BD Fluch der Karibik 1: 19 Sekunden – ein sehr guter Wert, BD Casino Royale: 13 Sekunden – hervorragend!, BD Stirb Langsam 4.0: 17 Sekunden. Ein guter Wert. DVD Star Wars Episode III: 17 Sekunden – das geht schneller. DVD Sahara: 10 Sekunden – tadellos. 

Layerwechsel, Top Gun DVD, Kapitel 18 auf Kapitel 19: Der Layerwechsel war bei unserem Testsample praktisch nicht wahrzunehmen. Booten nach dem Einschalten: 7,5 Sekunden – gut.

Gesamtnote: Ausgezeichnet. 

USB/Netzwerk/onlinebasierte Dienste

Getestete Wiedergabeformate über USB:

Anzeige von JPEG-Fotos über USB

Musikwiedergabe

Videoübersicht

• MPEG-1
• MP4
• MKV-SD
• MKV-HD
• DivX-AVI
• WMV
• WMA
• MP3
• JPEG

Gute Formatvielfalt, auch MKV wird akzeptiert. Nicht überzeugend – AAC- und FLAC-Audiodateien werden nicht abgespielt. 

Getestete Wiedergabeformate, Netzwerk-Streaming:

Problemlos wurde unsere Buffalo LinkStation Mini SSD erkannt

Mediaübersicht

Alle Formate – bis auf MKV – werden auch beim Netzwerkstreaming abgespielt. Unsere drei Server (2 x Twonky Media/Linux-basiert, 1 x Windows Home Server) sowie alle im Netz registrierten Win7 PCs wurden erkannt. 

Internet @ TV

Mit eigener Shortcut-Taste auf der Fernbedienung kann man Internet @ TV direkt starten. Alternativ funktioniert dies direkt aus dem Hauptmenü des Players. Vor der ersten Inbetriebnahme muss man zunächst den Nutzungsbedingungen zustimmen. Anschließend werden die Dienste heruntergeladen und installiert. Dieser Vorgang nimmt einige Minuten Zeit in Anspruch (Verbindung: DSL6000). 
Ist alles betriebsfertig, können die einzelnen Dienste recht schnell aufgerufen werden.. Verfügbar sind ab Werk:
TV Digital, YouTube, Facebook, Google Maps, Picasa, Dracula’s Coffin, Getty Images, H – History, Mahjong Fruits, Memory, Rockswap, Sudoku, Texas Hold’em, Twitter, USA Today. Neue “Nahrung” gibt es im Samsung AppStore, der direct vom Internet @ TV Menü aus anwählbar ist. Gesamtnote: Ausgezeichnet. 

Testequipment
Bild

Bildqualität Blu-ray 2D: Hier überzeugt der BD-C6800 in nahezu allen Belangen. Er bietet ein farblich dynamisches, klares Bild mit hoher Bildschärfe und tiefem, sattem Schwarz. Beim ersten Teil von „Transformers“ holt der Samsung viele Details aus den Autobots und den Decepticons, so beim ersten Aufeinandertreffen vom Bumblebee mit seinem bösen Gegner auf dem Industriegelände. Fortschritte hat Samsung generell bei der 24p-Stabilität gemacht, so schafft es der BD-C6800, ein stabiles Signal für sicheren Bildstand in allen Situationen auszugeben. Auch bei „Casino Royale“ gefällt uns das vom Samsung offerierte Bild ausgesprochen gut. Er modelliert gleich zu Anfang die Graustufen in der Schwarz-/Weiß-Sequenz sauber auseinander und beweist, dass er auch einem hervorragenden Flachbildschirm wie einem C7700 aus eigenem Hause oder einem Panasonic TX-P42VT20 exzellent attestieren kann. Kleine Einzelheiten wie das Muster von Bonds Mantel arbeitet der BD-C6800 trotz der herrschenden Dunkelheit einwandfrei heraus. Der Hemdkragen des Gegners von 007 wird praktisch ohne Flimmern oder Artefakte präsentiert. Nur wenigen, meist teureren Playern gelingt es, noch mehr Detailfreude ins Bild zu bringen und noch mehr kleine Einzelheiten aus der Dunkelheit herauszuschälen. Fest steht, dass es mehr Sinn macht, in einen höher wertigen Flachbildschirm zu investieren, anstatt noch mehr Geld in den Player zu stecken. In der Madagaskar-Szene arbeitet der BD-C6900 den sandigen Boden bereits aus der Vogelperspektive prima heraus, die Nuancen in der Farbgebung werden tadellos berücksichtigt. Die beiden kämpfenden Tiere sind schon von Weitem aus deutlich erkennbar. Die Wellblechdächer der Baracken, die sich um die Kampfarena befinden, weisen auch während der Bewegungsabläufe kein Zittern oder Flimmern auf. Bei „Fluch der Karibik“ gestaltet sich die Bildwiedergabe ebenfalls sehr erfreulich. Die Farben erscheinen, Samsung-typisch, recht satt, es fehlt noch ein wenig Authentizität, wie man sie beispielsweise bei den aktuellen, sehr farbechten Sony-BDPs findet. Dafür beeindruckt der BD-C6800 mit untadeliger Bildschärfe und holt aus dem schrottreifen Boot von Jack Sparrow fast jede Gebrauchsspur heraus. Die Weite des Meeres stellt der 6800 ebenfalls überzeugend dar. Lebendig und klar modelliert der Samsung das rege Treiben in der Hafeneinfahrt von Port Royal heraus, das Segelboot rechts im Bild wird in vielen Einzelheiten gezeigt. Auch das grüne Hinterland kommt ausgezeichnet zur Geltung, es sind kaum Schärfeverluste in den hinteren Bildebenen festzustellen. 

Bildqualität Blu-ray 3D: Bei der Darstellung von 3D Blu-rays leistet sich der BD-C6800 ebenfalls keinen Durchhänger. Bei „Grand Canyon Adventure“ sollte man schon einen sehr guten 3D Flachbildschirm einsetzen, um die Qualitäten des BD-C6800 ausnutzen zu können. So fällt eine Eigenschaft, die wir schon im 2D-Einsatz beobachtet haben, auch bei der Ausgabe von 3D Signalen auf: Der Samsung schafft es, bis beinahe in die letzte Bildebene ein gleichmäßig scharfes und homogenes Bild zu erzeugen. Dies sorgt dafür, dass die imposanten Felsformationen des Grand Canyon hervorragend zur Geltung kommen und den Zuschauer einen Effekt erleben lassen, der überzeugend die Vorzüge der 3D Bilddarstellung dokumentiert: Man hat den Eindruck, tief im Bild versinken zu können, dabei werden die einzelnen Bildebenen prima voneinander getrennt. Als die Kanuten auf dem Colorado unterwegs sind, ist die Plastizität beim klaren Wasser so gut, dass man denkt, sich selbst direkt über der Wasseroberfläche zu befinden. Bei „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ gelingt es dem BD-C6800 ebenfalls, ein scharfes, plastisches Bildsignal an den TV weiterzureichen. Das Schwarz ist tief, die Bildsauberkeit erscheint uns als sehr hoch. 

Bildqualität DVD, Star Wars Episode III, ab Filmbeginn, Upconversion von 576i auf 1080p, Filmmaterial: Die Star-Wars-typische gelbe Laufschrift gleich zu Beginn des Films wird ruhig und sicher wiedergegeben. Nur minimales Flimmern ist selten zu beobachten. Das Gelb wirkt satt und authentisch, allerdings verblasst es an den Rändern der Lettern etwas und tendiert ins Weiße. Das Schwarz ist satt und tief, der 6800 holt viele Sterne auf den Bildschirm. Der kurz darauf durchs Bild gleitende republikanische Sternzerstörer wird exzellent wiedergegeben, nachdem der De-Interlacer allerdings kurz braucht, um einzurasten, was an leichtem Bildzittern sichtbar ist. Anschließend werden alle Konturen des großen Raumschiffs scharf und fast artefaktefrei wiedergegeben. Der Flügel, der in der Dunkelheit liegt, wird, spielt der BD-C6800 mit einem leistungsstarken Flachbildschirm zusammen, sehr ansprechend dargestellt. Sauber erscheint der bläulich-weiße Triebwerksstrah. Als die beiden Raumjäger den Zerstörer passieren und nach unten in die Schlacht abknicken, legt der Samsung ein weitläufiges und gut gestaffeltes Panorama seiner gekonnten Bilddarstellung zu Grunde. Die Schärfe lässt nur in den unteren Bildebenen, genauso wie der Detailreichtum, etwas nach. Die Kommandobrücke des rechts aus dem Bild gleitenden Sternzerstörers ist hingegen ausgesprochen scharf und detailliert zu sehen. Während der Schlacht schafft es der BD-C6800, ein recht stabiles, dynamisches Bild mit nur geringen Scalingartefakten zu erzeugen. Ab und zu sind an diagonalen Linien leichte Treppenstufen sichtbar, die aber nur versierten Anwender auffallen dürften. 

Bildqualität DVD, DVD-Discovery, Upconversion von 576i auf 1080p, Videomaterial: Das in verschiedenen Geschwindigkeiten über eine stehende schwarze Linie schwingende Pendel wird vom BD-C6800 gut dargestellt. Das rot-blaue Innenleben ist tadellos sichtbar, die Linie bleibt im Großen und Ganzen stabil stehen, nur selten tritt leichtes Flimmern auf. An der Spitze des Pendels kommt es zu leichten Nachziehern, die Bewegungswiedergabe ist sonst ruhig und sicher. Erst bei sehr schneller Pendelbewegung ist der Bildaufbau nicht mehr perfekt. Die in verschiedenen Geschwindigkeiten vertikal durchs Bild laufenden Schachbrettmuster stellt der BD-C6800 ausgezeichnet dar, es kommt kaum zu Bewegungsunschärfen, der Bildlauf ist gleichmäßig. Die in verschiedenen Geschwindigkeiten in horizontaler Ebenen durchlaufenden Bälle mit Muster präsentiert der BD-C6800 ebenfalls ausgezeichnet, die weißen Bälle erzeugen selbst in der höchsten Geschwindigkeit kaum Nachzieher vor dem schwarzen Hintergrund. 

Gesamtnote Bildqualität: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Ton

Der BD-C6800 weiß beim Anschluss über HDMI mit seinem klaren, angenehmen Klang zu überzeugen. Er detailliert gut und schafft es, eine authentische Räumlichkeit zu erzeugen. Für den Anschluss auch an AV-Receiver der oberen Mittelklasse reicht die akustische Performance ohne Probleme aus. Etwas dünner und nicht ganz so detailreich tritt der BD-C6800 bei analogem Anschluss auf, der Hochtonbereich wirkt nicht so brillant und der Übergang Mitteltonbereich-Hochtonbereich erscheint nicht so flüssig. Mit bilanzierend recht harmonischem Sound und voll befriedigender Dynamik fällt das Ergebnis aber auch bei der analogen Signalausgabe ordentlich aus. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Konkurrenzvergleich
  • Samsung BD-C6900: Dieser Samsung-Player war und ist ein besonders großer Wurf. Ganz kann der neuere BD-C6800 nicht mithalten. Im Blu-ray-Betrieb, ganz gleich, ob 2D oder 3D, werden zwar identisch überzeugende Ergebnisse abgeliefert, aber die Upconversion von 576i Signalen auf 1080p gelingt dem BD-C6900 noch eine Spur besser: Weniger Artefakte und mehr Bildstabilität sind hier zu beobachten. Zudem ist das Laufwerk noch eine Idee schneller.

  • Sony BDP-S570: Der Sony begeistert mit toller Farbtreue und enormer 24p Stabilität und kann in beiden Belangen in der Liga bis 350 EUR die aktuellen Maßstäbe setzen. Der Samsung besticht dafür mit mehr Multimedia-Vielfalt, indem mehr Formate akzeptiert werden. 

  • Harman/Kardon BDP 10: Wer ein sehr elegantes Gerät sucht, das zudem als CD-Player-Ersatz dank der erstklassigen analogen Klangqualität taugt, findet im BDP10 einen guten Partner. Visuell hat er gegenüber dem Samsung das Nachsehen. 

Fazit

Der Samsung BD-C6800 brilliert mit sehr guter BD-Wiedergabe, ganz gleich, ob 2D oder 3D Signale ausgegeben werden. Die hervorragende Bildschärfe, das tiefe Schwarz und die sehr gute Detaillierung sind zusammen mit der tadellosen Bildstabilität besonders hervorzuheben. Gut, aber nicht perfekt ist die Farbtreue. Hat der BD-C6800 die Aufgabe, DVD-Signale von 576i auf 1080p hoch zu rechnen, so kommt er seinem Job prima nach – Verbesserungsbedarf findet sich allenfalls im Detail. Der klare Klang über HDMI ist ebenso löblich wie die Multimediaeigenschaften. Sogar ein WiFi-Modul ist mit eingebaut. Die Bedienung ist insgesamt einfach, und die schicke Optik bringt dem 3D BD-Spieler ebenfalls Pluspunkte ein.

Eleganter 3D-fähiger Blu-ray-Player mit ausgezeichneter Bildqualität und umfangreicher Multimedia-Ausstattung

Blu-ray-Player Mittelklasse
Test 20. Oktober 2010


+ Hohe 24p Stabilität
+ Sehr gute Bildschärfe in 2D und 3D
+ Tiefes Schwarz
+ Gute Upconversion von Filmmaterial
+ Umfangreiche Multimediaausstattung

- Kratzempfindlicher Gehäusedeckel
- Kein Video-EQ

Test: Carsten Rampacher
Datum: 20. Oktober 2010

Technische Daten: www.samsung.de